Was ist der „richtige“ Einstieg in meine Karriere?

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Juni 10, 2015 | | Coaching Berlin, Karriere, Karriereberatung |

Geld, Prestige, Sinn, Verantwortung, Entwicklung, genug Freizeit oder alles?

Wie sind meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt? Wie kann ich meine Stärken und Schwächen herausarbeiten und sie gut darstellen? Wie kommt meine Bewerbung als Berufseinsteiger an? Wie kann ich mich von den anderen abheben? Welches Gehalt ist angemessen? Wie finde ich einen Arbeitgeber, bei dem ich die Möglichkeit habe, mich weiterzuentwickeln? Nach welchen Kriterien suche ich meinen Arbeitgeber aus? Welcher Job passt am besten zu meiner Lebenseinstellung? Welche Ziele muss ich mir setzen, um mit meiner Karriere voranzukommen?

Das sind einige der vielen, vielen Fragen, die Absolventen oder Studierende im letzten Drittel ihres Studiums zum Thema Karriere und Einstieg haben und die ich sammeln durfte.

Karriere was ist das?

Ich erlaube mir einen kleinen Ausflug in die verschiedenen Definitionen für Karriere: für Wikipedia ist Karriere die persönliche Laufbahn in einem Berufsleben. Häufig verbunden wird damit eine Veränderung der Qualifikationen und Stellung, die als ein Aufstieg angesehen wird. In einer wie ich finde viel passenderen Definition von Karriereexpertin Prof. Rappe-Giesecke ist die Karriere ein „Produkt und das Zusammen-und Gegeneinanderwirkens dreier Prozesse: Laufbahn, Werdegang in der Profession und Biographie.“ Der integrale und ganzheitliche Blick bezieht für die Karriere die Persönlichkeit, die Geschichte, wo der Mensch herkommt und was ihn prägt mit ein. Das heißt, Karriere ist nicht zwangsläufig nur der Weg nach oben, sondern auch Wege, die quer oder nach unten verlaufen bedeuten Karrieren, auch wenn sich das eventuell zunächst paradox anhört. Karriere bedeutet Antworten auf die Fragen geben wie: Wie will ich leben? Mit wem will ich arbeiten? Was ist meine Botschaft? Was gibt mir Energie? (siehe Studie creative Work, www.zukunftsinstitut.de 2007). Welche Werte vertrete ich und wie sind diese Werte erfüllt oder nicht erfüllt? Woher komme ich und was habe ich bisher erreicht? Was sind Elemente in der Arbeit, die ich definitiv nicht will? Und das ist für jeden von uns höchst individuell und muss damit auch individuell beantwortet werden.

Kann ich meine Karriere gestalten?

Ein deutliches JA. Ein Einstieg in einem Job ist ein erster Anfang und gibt eine Richtung vor, aber keiner wird festgenagelt oder angebunden und muss sein ganzes Leben in diesem Job verbringen. Du bekommst Berufserfahrung, Wissen, Netzwerk und ganz nebenbei ein Gehalt. Und klar, das Arbeiten nicht vergessen :-). Die meisten Karrieren werden nicht mehr geradlinig verlaufen und es gibt auch mehrere Karrieren in einem Leben, die teilweise ganz konträr sein können. Und es gibt Muster und Werte, die jeden Menschen leiten. Diese zu verstehen sind wichtig, um Dich in Deiner Karriere und Deine Karriere zu gestalten. Was heißt gestalten? In erster Linie sich mit Dir und Deiner Entwicklung beschäftigen, Einfluss nehmen, sich zu reflektieren, Sachen auszuprobieren, Optionen zu prüfen und sich weiterentwickeln in die Richtung, die Dir gut tut, in der Du gut wirken kannst, wie Du Spaß hast und gute Leistungen bringst, wo Du gesund bist.

Ziele zu setzen ist gut, noch besser ist, eine Vision zu entwickeln („wie will ich leben und arbeiten“) und daraus Ziele abzuleiten. Das Verrückte ist, auch wenn Du dann denkst, „ach diese Visionen“ – wenn sie stimmig ist, sie Dir gefällt, wird sie unbewusst und bewusst Dein Leitbild und Deine Entscheidungen beeinflussen. Und das ist gut so, dann ist es „richtig“!

Was bedeutet das nun ganz konkret für meinen Einstieg?

Vor allem wichtig ist die Einstellung zu entwickeln, dass jeder von uns was zu bieten an und was mitbringt. Die Arbeitgeber dürfen ruhig merken, dass ihr wisst, was ihr könnt und wert seid. Es gibt drei wichtige Dinge, die ich für wichtig erachte.

  1. Herauszufinden, was Du brauchst, um gut zu arbeiten (Zeiten, Gehalt, Aufgaben, Themen, Ort etc.) und was Du wirklich gerne machst und was nicht. (Annahme, dass was gut und leicht geht („Love what you do“), ist auch eine Stärke von Dir). So findest Du auch heraus, was Dich besonders macht und was Du bieten kannst und was nicht.
  2. Bauchgefühl dafür zu entwickeln, was Dir bei potentiellen zukünftigen Arbeitgeber gefällt, was sich wohl anfühlt und zu schauen, wie sieht die Webseite aus, was gefällt Dir, wie ist ein eventueller Kontakt mit den Menschen (z.B. beim Bewerbungsprozess). Hier arbeitest Du an der Passung von dem Arbeitgeber und Dir und deinen Kriterien bei der Auswahl. Auch hilfreich, Deine bisherigen Erfahrungen bei Praktika oder Studentenjobs zu bewerten (was war gut, was und wie hat mich weiterentwickelt etc.).
  3. Noch nicht so viele Gedanken jetzt über Karriereschritte machen, locker bleiben, ausprobieren, um an Eurem Bauchgefühl zu arbeiten und Vergleiche zu haben und darauf hören. Daher würde ich mir auch nicht gleich zu Beginn einen Zeitplan entwickeln, es sei denn Du brauchst einen unbedingt. Die Vision und die daraus abgeleiteten Ziele sind wichtig und diese in regelmäßigen Abständen zu reflektieren.

 

„Love what you do!“ Coaching & Karriereberatung, Steffen Liebener Auch auf der Stick & Stones Karrieremesse unterwegs. 13. Juni 2015, von 10-18 Uhr!

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