„Ich passe in kein Schema“

Heute haben zwei Kunden in den Coachings sehr ähnliche Sätze gesagt, so dass ich aufmerksam wurde. Der erste Satz war „ich habe meinen Platz in der Gesellschaft noch nicht gefunden“. Der andere Satz, der genannt wurde: „I fill not in in the boxes”. Zwei sehr prägnante Aussagen von Menschen, die das Gefühl haben, dass sie „nicht der Norm“ entsprechen bzw. irgendwie anders sind und damit zu tun haben, wie und wo sie sich zugehörig fühlen. Ein spannendes Phänomen! Doch was heißt es „zu passen“? Dahinter steht die Sehnsucht, einerseits mit den Talenten und Stärken sich einbringen zu können, diese von anderen gesehen und geschätzt werden, eine Wichtigkeit im Leben anderer oder im Wirken in Organisationen zu empfinden und „das Passende“ zu tun, was sich mit den eigenen Werten und Motiven, den Talenten und Stärken verbindet.

Ich erlebe es immer wieder, dass Menschen über andere Menschen sagen „der ist speziell“ oder „die ist eigen“. Ja! Vermutlich ist das so und es kann damit zusammenhängen, dass diese Menschen sich auf den Weg gemacht haben oder auf dem Weg sind, ihre Bestimmung, ihren Weg, ihre Passung zu suchen und zu finden. Und das fällt dann eventuell aus üblichen Bewertungsrahmen oder aus gängigen Karrierepfaden heraus. Für mich ist das ein Geschenk in der Arbeit und ich unterstütze und ermutige jeden Menschen SICH ZU LEBEN auch mit dem Wissen, dass es nicht immer einfach ist. Wir haben alle eine Recht „nicht in Schema zu passen“ und ich finde das sehr sympathisch und oft sehr authentisch. Und gleichzeitig unterstütze ich die Sehnsucht und den Wunsch nach der Zugehörigkeit zu Menschen, die ähnlich ticken. Das ist zutiefst menschlich. Und bedeutet oft, dass wenn ich mich auf den Weg mache auch neuen anderen gleich tickenden Menschen begegnen werde. Dafür lohnt es sich loszulaufen. Insofern rufe ich „lauf los, es lohnt sich!“

Coaching - ich passe in kein Schema
Ich passe in kein Schema oder Box