In einer Analyse der Zeitschrift Wirtschaftspsychologie (siehe Link) wurde in einem Assessment Center die Führungsfähigkeit untersucht. Dabei wurden neun Kriterien festgelegt, die Menschen scheinbar befähigt zu führen. Interessant ist die Aussage aus dieser Untersuchung, dass es keine signifikante Veränderung in der Fähigkeit zum Führen gab, ob jemand 5 oder 10 Jahre Führungserfahrung, große oder kleine Teams geführt oder welches Alter derjenige hat. Das hat mich überrascht. Gleichzeitig stellt sich für mich die Frage – was ist Deine eigene Erfahrung (im doppelten Sinne):-)? Was mich interessiert hätte, ist die Verbindung und Korrelation der Kriterien, was nicht herauszulesen ist oder nicht untersucht wurde. Ich bin überzeugt, dass Erfahrung überschätzt wird – ja. Allerdings kann Erfahrung in Verbindung mit einer gutem Maß an Selbst-Reflektionsfähigkeit und Lernbereitschaft einen Unterschied machen. Wenn ich an meinen und vielleicht auch anderen Führungserfahrungen lerne und mich als lernende Führungskraft definiere, dann kann mir diese Erfahrung enorm in meinem Führungsalltag helfen. Wenn ich allerdings „einfach so vor mich hinführe“ und der Meinung bin, dass Führung von allein geht, wird das schwierig. Insofern ist für mich in den Coachings meiner Kunden auch immer die Frage im Raum „Welche Führungskraft möchtest DU sein?“. Anhand dieser Leitfrage lässt sich sehr gut der eigene Führungsstil entwickeln.
http://www.wirtschaftspsychologie-aktuell.de/lernen/lernen-20121310-uwe-peter-kanning-fuehrungserfahrung-ist-unwichtig.html